




Weit über 1.000 Bände umfasst die Historische Bibliothek, die auf den Offenburger Franziskaner- und den Kapuzinerorden zurückgeht. Handschriften, Inkunabeln und Drucke aus dem 15. und 16. Jahrhundert gehören zum Bestand. Werke von Aristoteles oder Vergil sind ebenso zu finden, wie Titel zur Philologie, Recht, Geschichte, Technik, Geographie, Naturwissenschaft und Medizin. Besonders kostbar sind die Drucke von Humanisten wie Erasmus von Rotterdam und illustrierte Werke bedeutender Künstler wie Hans Holbein d. J. Auch Karten und Atlanten, wie beispielsweise der Prachtband „Theatrum orbis terrarum“ des flämischen Kartographen Abraham Orteilius, gehören zum Schatz der Sammlung.
In den vergangenen Jahrhunderten erhielten beide Bibliotheken bedeutende Stiftungen.
Nach der Säkularisierung 1803 zerfielen die Bibliotheken, einige Bücher wurden versteigert. Die verbliebenen Bestände beider Sammlungen wurden schließlich zusammengeführt und kamen in das heutige Grimmelshausen-Gymnasium. Nach einer umfangreichen Restaurierung und Katalogisierung (1992/93) wurden die Bücher als Bestand „Historische Bibliothek Offenburg“ in einem Spezialraum der Stadtbibliothek untergebracht. 2021 wurde der Bestand in das klimatisierte Archivmagazin des Stadtarchivs Offenburg übernommen.